Deutschland und Katar


Katar und Deutschland haben seit vielen Jahren gute Beziehungen und arbeiten in zahlreichen unterschiedlichen Feldern eng zusammen. Katar ist ein zentraler Partner für Deutschland im Nahen Osten. Die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder sind vielfältig: Immer mehr Deutsche leben und arbeiten in Katar. Deutsche Firmen eröffnen Niederlassungen in Doha, um den wirtschaftlichen Boom des Emirats direkt mitzuerleben. Das Gesamtvolumen deutscher Exporte nach Katar betrug 2013 rund 1,3 Mrd. EUR, die Importe beliefen sich auf etwa 760 Mio. EUR. Die am häufigsten nachgefragten deutschen Exportgüter sind Kraftfahrzeuge, Anlagen und Maschinen. Deutsche Firmen sind überwiegend im Anlagenbau, der Bauwirtschaft und zunehmend im Dienstleistungssektor, aber auch im Gasbereich aktiv. Marktpotenzial für deutsche Unternehmen besteht in der Chemie- und Baubranche, sowie in den Bereichen Maschinenbau, Kfz, Umwelt- und Medizintechnik. Auch bei der Vorbereitung und Umsetzung der WM 2022 arbeiten zahlreiche deutsche Firmen mit. Die deutsche Handelskammer führt 64 Firmen aus Deutschland an, die in Katars Hauptstadt Doha einen Sitz haben – dazu zählen renommierte Firmen wie Allianz, Audi, Deutsche Bank, BMW, Siemens, Thyssen Krupp, Solar World und Winterschall.

Katarische Institutionen haben erhebliche Investitionen in deutsche Unternehmen wie Deutsche Bank, Hochtief und Volkswagen geleistet. Diese Kooperationen waren stets sehr erfolgreich und Katar ist interessiert daran, in Zukunft noch stärker mit Deutschland zusammenzuarbeiten. Dieses Engagement sichert auch deutsche Arbeitsplätze.
Um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu verbessern, wurde 2003 das German Business Council Qatar gegründet, 2002 wurde das Qatar German Business Forum unter der Leitung des Nah- und Mittelost-Verein e. V. NUMOV ins Leben gerufen.
Ausländische Investoren können 100% Geschäftsanteile in den folgenden Bereichen besitzen:

  • Tourismus
  • Landwirtschaft
  • Fertigung
  • Gesundheit
  • Bildung
  • Entwicklung und Ausschöpfung natürlicher Ressourcen
  • Beratungstätigkeiten
  • Informationstechnologie
  • Andere Dienstleistungen in Verbindung mit Sport, Kultur, Unterhaltung und Vertrieb

Katar unterstützt ausländische Unternehmer bei Joint Ventures mit Technologie, Marktverwaltung und Kapitalbeteiligungen. Der Staat versorgt Unternehmungen außerdem mit schnellem Zugang zu Führungsmärkten und Zulieferern.


Geschäftsanreize

Für Joint Ventures gibt es attraktive Anreize. Zum Beispiel:

  • Anteile in Qatar Shareholding Untermehmen
  • Besitz bestimmten Eigentums und Wohneinheiten
  • Investition im Banken- und Versicherungssektor
  • Keine Zollpflicht bei Importen von Maschinen, Ausrüstung und Ersatzteilen
  • Liberale Einreise- und Beschäftigungsregelungen, um den Zugang von qualifizierter und unqualifizierter Arbeitskraft zu erleichtern
  • Keine Exportpflichten oder –steuern auf Geschäftsgewinne für vorbestimmte Zeiträume
  • Ausnahme von der Einkommenssteuer für zehn Jahre und keine quantitativen Quoten auf Importe

Qatar fördert besonders Projekte, die den Transfer auswärtiger Expertise und Technologie beinhalten. Der neue Science and Technology Park – zu 100% in Fremdbesitz – ist ein Zuhause für technologiebasierte Unternehmen aus aller Welt.
Auswärtige Investoren kommen in den Genuss, durch erstklassige Luft- und Seeverbindungen und exzellente Telekommunikationssysteme mit den Weltmärkten verbunden zu sein.