Verfasst am Jun 1, 2017 in Allgemein

Katar rettet die Pyramiden in Sudan mit Unterstützung Deutschlands

Danks eines Geldsegens aus Katar erlebt die sudanische Archäologie einen ungewöhnlichen Aufschwung. Der Staat Katar investiert 135 Millionen USD für 40 Projekte, mit denen fünf Jahre lang das kulturelle Erbe Sudans erforscht und geschützt, sowie das Nationalmuseum in Khartum renoviert werden sollen.

Die antike Stadt Meroe war in den Jahrhunderten um Christi Geburt die Hauptstadt des Königsreiches von Kusch. Durch Umwelteinflüsse, besonderes durch die seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund von Bodenerosion zunehmenden Sandstürme, sind die Pyramiden akut gefährdet. Es gilt diese wichtigen Zeugnisse der frühen Kulturen des Nil zu konservieren und behutsam zu restaurieren.

Ziel der Qatari Mission fort the Pyramids of Sudan (QMPS) ist es, in Zusammenarbeit mit internationalen Spezialisten die Pyramiden der Welterbestätte Meroe zu bewahren. Das Pyramidenprojekt ist ein zentraler Baustein eines weiter gefassten Forschungsnetzwerkes.

Qatar Museums (QM) und die Antikbehörde des Sudan, die Sudanese National Corporation for Antiquities Museums (NCAM), haben mit dem Qatar Sudan Archaeological Project die Rahmenbedingungen für internationale Kooperationen in Forschungsprojekten zum Sudan geschaffen. Auch das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ist mit Projekten zu den königlichen Bädern in Meroe und zur Stadt Hamdab an dem groß angelegten Forschungsnetzwerk beteiligt.