Verfasst am Apr 20, 2016 in Allgemein

ITUC relativiert Katar-Aussagen

Die Gewerkschaft ITUC hat teilweise zugegeben, dass die eigene Berechnung von 4.000 toten Gastarbeitern bis zum WM-Start in Katar womöglich nicht richtig sei.

ITUC-Generalsekretärin und Qatar-Kritikerin Sharan Burrow sagte gegenüber der Zeitung Doha News am Rande einer Menschenrechtsveranstaltung in Doha, dass sie nie behauptet habe, dass irgendjemand beim Bau der WM-Stadion gestorben sei:

“We’ve never said that … I’ve never said ‘on World Cup stadiums’ … I’ve said up to 4,000 workers will die in Qatar before a ball is kicked off in 2022. That’s a very conservative figure.”

Die Zeitung konfrontierte Burrow auch mit Kritik am Studien-Design der Gewerkschaft – die Analyse war von allen Expat-Toten ausgegangen und hatte sich – anders als suggeriert – nicht auf WM-Arbeiten beschränkt. Darauf antwortete die Generalsekretärin:

“If I get it wrong by a few hundred middle-class Indians, does it negate the fact that workers are at risk here because of safety standards, living standards, the quality of food, the quality of water, the heat?“

Die Studie der Gewerkschaft hatte zu erheblicher Kritik an Katar und der WM 2022 geführt.